Schlagwort: Bäume

Man muß es annehmen Von Jemanden lernen, dem wir uns überlegen fühlen

„Wir Menschen lernen von der Natur;
von uns lernt die Natur gar nichts.“
(Fred Ammon)

 
Kapuzinerkresse
Bäume wachsen erfahrungsgemäß in der sog. freien Natur (so ist es zumindest noch) und sind somit dieser Natur ausgesetzt. Nicht nur Wind und Wetter wirken auf die Bäume ein, sondern auch viele Lebewesen sehen in Bäumen ihre Nahrungsquelle. Manchmal ist von „Fressfeinden“ die Rede, was natürlich Quatsch ist, denn „Feind“ ist keine Kategorie der Natur.
Diese sog. Fressfeinde fressen, um zu überleben, nicht um den Bäumen zu schaden oder sie gar (wie das bei Feinden eigentlich üblich ist), zu vernichten. Wird ein Baum im Übermaß als Nahrungsquelle strapaziert, kann dies zum Absterben der Bäume führen, was insbesondere für Mäusefraß gilt. Wurzeln und Rinde werden an- bzw. aufgefressen, was das Ende des Baumes bedeuten kann.
Es gibt diverse Möglichkeiten, die Mäuse von den Bäumen fern zu halten. Ich habe irgendwo gelesen, das Mäuse den Geruch von Kapuzinerkresse nicht mögen und habe auf den Baumscheiben der Apfel- und Birnenbäume jeweils ein Kapuzinerkresse gepflanzt, die sich in Folge der nassen zweiten Sommerhälfte prächtig entwickelt haben und die Baumscheiben komplett überwuchern. Somit trocknen auch die Baumscheiben nicht mehr so schnell ab. Ob die Mäuse sich davon fernhalten lassen, wird sich im Laufe der Zeit zeigen.
Auf dem Foto links neben der Baumscheibe sind noch die Reste einer Ringelblume zu sehen, die den ganzen Sommer über prächtig geblüht hat. Die Samen sorgen dafür, dass im nächsten Sommer diverse Ringelblumen erblühen werden. Nicht nur die Schönheit der Blüten bringt sie uns, sondern die Ringelblume sorgt auch für eine Bodenverbesserung.

Unverhofftes Zusammentreffen 5 Speierlingsbäume auf wenigen Metern

Gestern, an einem schönen Herbsttag, auf einem längeren Spaziergang, vor uns auf dem Weg zahlreiche Früchte; auf den ersten Blick dachte ich an Wildbirnen, aber der Blick auf den Baum und die Blätter revidierte die Einschätzung schnell, den die Blätter passten nicht zu einem Birnenbaum. Sie sahen eher nach einem Vogelbeerbaum, einer Eberesche, aus, aber dazu passten die Früchte nicht, mit denen die Bäume dicht behangen waren. Es konnten also nur Speierlinge sein, und gleich 5 in einer Reihe. Darauf war ich nicht vorbereitet, denn bei Wikipedia steht folgendes:

„Als Wildgehölz ist der Speierling eine der seltensten Baumarten in Deutschland und wurde hier wegen seines rückläufigen Bestandes 1993 zum Baum des Jahres gewählt.“

Diese 5 Bäume sind wohl eine Pflanzung, um die sich anscheinend aber niemand mehr kümmert, denn die Früchte lagen am Boden und waren großteils schon verdorben.
Die Früchte riechen birnen-/apfelähnlich (sehen auch aus wie Miniaturausgaben von Birnen/Äpfeln), sind 2-4cm groß, herb und wahrscheinlich schwer zu pflücken, denn sie hängen hoch an dünnen Ästen. Man müßte also Leitern mit Stützen haben, da die Leitern in den Ästen keinen Halt finden. Deshalb ist es so, dass die reifen Früchte nach dem Herabfallen vom Boden aufgesammelt werden.

Die folgenden Fotos sind leider etwas unscharf, da es bei den Aufnahmen windig war und die Äste zeitweise stark hin- und hergewedelt wurden, geben aber die Eigenheiten des Baumes und der Früchte ganz gut wieder.

Mal abgesehen vom schönen Herbstwetter, war diese Begegnung mit diesem so seltenen Baum allein den Spaziergang wert.