HF's Blicke

Photos // Texte

Ruinen des Industriezeitalters

"Wir befinden uns in einer Epoche der rapiden Transformation, die buchstäblich keinen Stein auf dem anderen lässt. Die Gegenstände kommen und verschwinden wieder, ihnen wächst keine Dauer mehr zu, ihr einziges anhaltendes Merkmal ist die Vorläufigkeit. Offenbar leben wir in einer Welt der flüchtigen Artefakte." So beginnt der Begleittext von Rolf Peter Sieferle zu den Fotografien von Manfred Hamm in dem Buch "Die antiken Stätten von morgen - Ruinen des Industriezeitalters." ( Die antiken Stätten von morgen - Ruinen des Industriezeitalters; Gebundene Ausgabe – März 2003 von Manfred Hamm (Fotograf), Rolf Peter Sieferle (Autor); ISBN-13: 978-3875844078 - ist vergriffen, nur noch gebraucht zu bekommen; ich habe es bei ZVAB gefunden).

Die s/w-Fotografien sind in die Kapitel Luft- und Raumfahrt, Atlantikwall und Maginot-Linie, Kanäle, Häfen, Zechen, Stahl, Ton, Textil, Mühlen und Nahrungsdepos und Wasser und Elektrizität gegliedert und stammen aus den Jahren 1980 bis 2000.

Auf den Fotos scheinen die Reliquien des Industriezeitalters in eine mythische Ferne entrückt zu sein. Keine 'Locations' oder 'Lost Places', sondern man glaubt, sakrale Orte einer untergegangenen Kultur vor sich zu haben. Interessant wäre zu sehen, wie sich diese antiken Stätten inzwischen verändert haben, ob sie überhaupt noch da sind.

Heimat, Wohnsitz, Zuhause #13

"Fasst man die genannten Aspekte zusammen, so stellt sich Heimat dar als eine unmittelbare, alltäglich erfahrene und subjektive Lebenswelt, die durch längeres Einleben in ihre sozialen, kulturellen und natürlichen Bestandteile Vertrautheit und Sicherheit, emotionale Geborgenheit und befriedigende soziale Beziehungen bietet und - auch dadurch - insbesondere verschiedene (Grund-) Bedürfnisse befriedigt.
Dieses noch weiter komprimierend und reduzierend kann Heimat als satisfaktionierende Lebenswelt bezeichnet werden. Womit Heimat weniger als ein Raum, sondern vielmehr als Zustand der Satisfaktion in einer und durch eine Umwelt anzusehen ist." (Michael Neumeyer)

http://pict.conspicere.de/essays/2016/10/heimat-wohnsitz-zuhause/

Notat #5

Political Correctness
Sie soll wohl wieder abgeschafft, oder zumindest 'runter gefahren, werden, die Political Correctness. Das kommt rechtzeitig vor der nächsten Bundestagswahl. Unsere Politiker wollen auch mal so reden dürfen wie Trump.
Nebeneffekt: in einigen Supermärkten sollen die Negerküsse wieder im Angebot sein.

Fake News
Zur nächsten Bundestagswahl sollen sämtliche Wahlversprechen der Parteien vor der Wahl mit dem hashtag fakenews versehen werden. Nach der Wahl versteht sich das von selbst.

Nach der Wahl
Sollte Martin Schulz die nächste Bundestagswahl nicht gewinnen, wollen viele SPD-Mitglieder Deutschland verlassen. Gesucht wird noch das gelobte Land. Vorschläge sind erwünscht, sollten an die SPD-Zentrale gesendet werden. Die Juso-Vorsitzende hat schon mal vorsorglich für ein globales Recht auf Migration plädiert.

Notat #4

Wen wunderts?

Beamte und Bedienstete im öffentlichen Dienst, insbesondere Polizisten, beklagen zunehmende Gewalt durch Bürger im Dienst. Wen wundert das? Der Einzelne, das Individuum, steht im Vordergrund. Die individuelle Freiheit ist der Maßstab. "Zuerst zählst Du!" - so tönt die Werbung und so wird auch gehandelt.

Da Satire alles darf - und dies macht sie dann auch -, wird der Respekt vor Anderen immer mehr abgebaut.

Die Gesellschaftsvereinbarung hinsichtlich Werte und Regeln wird obsolet; immer weniger halten sich daran.

Wie Lahm ist unsere Gesellschaft?

Der Fußballer Philipp Lahm kündigt das Ende seiner aktiven Karriere an und gleichzeitig teilt er mit, das er nicht Sportdirektor bei Bayern München werden will. Dies führt zu einer Berichterstattung in den deutschen Medien, die meinen lässt, das ohne Philipp Lahm in Deutschland die Lichter ausgehen. Das Abo für meine Tageszeitung steht kurz vor der Kündigung. Bei der nächsten Berichtsorgie dieser Art ist Schluß.

Populist beschuldigt Populisten

Schäuble vergleicht Schulz mit Trump, vergisst dabei aber, auch sich selbst und mindestens noch Horst Seehofer in diesen Vergleich einzubeziehen. Liest man diese Äußerungen, ist man ganz schnell wieder bei der Eingangsnotiz und dem mangelnden Respekt vor dem Staat, den Politikern, die diesen Staat repräsentieren. Darunter leiden müssen die Beamten und Bediensteten.


Notat #3

Trump, das Symptom

Die Aufregung/Empörung über das, was Trump sagt und tut, ist groß. Viele hoffen, das er möglichst schnell wieder abtritt. Was ist aber mit den Menschen, die Trump gewählt haben? Warum haben sie Trump gewählt? Dasselbe gilt für die AfD.

Globalisierung

Die Globalisierung betrifft auch Pflanzen. Schädlinge und Krankheiten, die Pflanzen vernichten, werden in Folge der Globalisierung über den gesamten Globus verteilt. Ein Beispiel dafür ist das sog. Eschensterben. Robert Penn setzt der Esche mit seinem Buch Der Mann, der einen Baum fällte und alles über Holz lernte ein Denkmal.

Bankrotterklärung

Die Masse dessen, was im deutschsprachigen Fernsehen gesendet wird, ist eine intellektuelle Bankrotterklärung. Das ging mir mal wieder schmerzlich durch den Kopf, als ich kurzzeitig Zeuge der Sendung über den SemperOpernball wurde.