Kategorie: Leben

Man muß es annehmen Von Jemanden lernen, dem wir uns überlegen fühlen

„Wir Menschen lernen von der Natur;
von uns lernt die Natur gar nichts.“
(Fred Ammon)

 
Kapuzinerkresse
Bäume wachsen erfahrungsgemäß in der sog. freien Natur (so ist es zumindest noch) und sind somit dieser Natur ausgesetzt. Nicht nur Wind und Wetter wirken auf die Bäume ein, sondern auch viele Lebewesen sehen in Bäumen ihre Nahrungsquelle. Manchmal ist von „Fressfeinden“ die Rede, was natürlich Quatsch ist, denn „Feind“ ist keine Kategorie der Natur.
Diese sog. Fressfeinde fressen, um zu überleben, nicht um den Bäumen zu schaden oder sie gar (wie das bei Feinden eigentlich üblich ist), zu vernichten. Wird ein Baum im Übermaß als Nahrungsquelle strapaziert, kann dies zum Absterben der Bäume führen, was insbesondere für Mäusefraß gilt. Wurzeln und Rinde werden an- bzw. aufgefressen, was das Ende des Baumes bedeuten kann.
Es gibt diverse Möglichkeiten, die Mäuse von den Bäumen fern zu halten. Ich habe irgendwo gelesen, das Mäuse den Geruch von Kapuzinerkresse nicht mögen und habe auf den Baumscheiben der Apfel- und Birnenbäume jeweils ein Kapuzinerkresse gepflanzt, die sich in Folge der nassen zweiten Sommerhälfte prächtig entwickelt haben und die Baumscheiben komplett überwuchern. Somit trocknen auch die Baumscheiben nicht mehr so schnell ab. Ob die Mäuse sich davon fernhalten lassen, wird sich im Laufe der Zeit zeigen.
Auf dem Foto links neben der Baumscheibe sind noch die Reste einer Ringelblume zu sehen, die den ganzen Sommer über prächtig geblüht hat. Die Samen sorgen dafür, dass im nächsten Sommer diverse Ringelblumen erblühen werden. Nicht nur die Schönheit der Blüten bringt sie uns, sondern die Ringelblume sorgt auch für eine Bodenverbesserung.

Erinnerungen, die keiner mehr braucht Man sollte es sich nicht zu leicht machen

Jeder hat Erinnerungen, ob er will oder nicht; keine Erinnerungen zu haben heisst Amnesie und ist eine Störung. Manche Erinnerungen hätte ich lieber nicht, aber sie sind halt da. Die Erinnerungen, die ich noch nicht habe, nenne ich Träume. Vielleicht werden es noch Erinnerungen. Aber Träume sind auch schön.
Neulich habe ich gelesen, das jemand seinen Dachboden aufräumte und Vieles was er dort fand, in den Müll warf – mit dem Kommentar: „Das sind Erinnerungen, die keiner mehr braucht.“ Aber so einfach ist das dann doch nicht (vielleicht war es aber auch nur so dahin geschrieben).

Sachen sind keine Erinnerungen, auch Fotografien sind keine Erinnerungen. Wer sich z.B. nicht an eine Feier erinnern kann, weil er stockbesoffen war, dem helfen auch keine Fotografien weiter. Und selbst wenn ich eine Situation bewußt erlebt habe, so muß das nicht zu einer Erinnerung führen. Ich bin immer wieder erstaunt, was ich alles erlebt haben soll, wenn im Kreise alter Freunde und Schulkameraden nostalgiert wird. Muß aber nicht an mir liegen; es gibt auch Erinnerungen an etwas, das sich so wie erinnert nie ereignet hat. Weiterlesen