Die Bank Sprache - Ein Stück Leitkultur

Aus duden.de:

Bank, die

BEDEUTUNGSÜBERSICHT

  • Sitzgelegenheit aus Holz, Stein o. Ä., die mehreren Personen nebeneinander Platz bietet
  • (Sport) Auswechselbank
  • Kurzform für: verschiedene Handwerkstische wie Drehbank, Hobelbank, Werkbank u. a.
  • bankförmiges Turngerät
  • Kurzform für: Sandbank
  • Anhäufung von Meereslebewesen, die eine Erhöhung über dem Meeresgrund hervorruft
  • lange Wolken- oder Dunstschicht
  • (Geologie) vom umliegenden Gestein gesonderte, fest zusammenhängende Gesteinsschicht
  • unverändert beibehaltene Vorhersage auf Tippscheinen
  • (Sport) Ausgangsstellung auf dem Boden mit auf Knie und Arme gestütztem Körper

Zwangsläufig konservativ Der Fotograf kann garnicht anders

Wenn ‚beklagt‘ wird, das Fotobegeisterte konservativ sind, dann geht es immer darum, das sie technischen Neuerungen skeptisch gegenüberstehen, sie „das Gewohnte bevorzugen“. Eine Einschätzung, die mit der negativen Aufladung des Begriffs ‚Konservativ‘ erklärt werden kann. Sieht man sich die Herkunft des Begriffs an, entspannt sich das und führt dazu, Fotografen als zwangsläufig konservativ zu bezeichnen.
‚Konservativ‘ kommt von ‚konservieren‘:

  • (besonders Lebensmittel) durch spezielle Behandlung haltbar machen
  • durch besondere Behandlung, Pflege erhalten

Es geht in der Fotografie um das Bewahren, Erhalten eines Zustandes der Gegenwart (nicht um das Festhalten am Gewohnten). Das zu erhalten, was erhaltens-/bewahrenswert ist, ist etwas Erstrebenswertes. Wir beklagen doch allenthalben die Schnelligkeit und Vergänglichkeit unserer sog. Wegwerfgesellschaft. Also lasst uns konservativ sein!

Kinder sind kleine Erwachsene? Wie einfach war die Kindheit früher

Ein Vater gibt seiner 3-jährigen Tochter eine DSLR, zeigt ihr den Sucher und sagt ihr lediglich, das sie das, was sie fotografieren will, in der Bildmitte positionieren sollte. Einstellen muss sie nichts, das hat der Vater übernommen. Sie drückt fleissig auf den Auslöser, der Vater überarbeitet die Fotos leicht, stellt sie ins Web und kommt zu folgendem Ergebnis:

„Here’s what I learned:

1) She shoots what she loves. Lots of pictures of her mom, dad and toys… and even three of that white Amazon Echo (if you knew how tight she was with Alexa, it would be no surprise the device made three appearances).

2) She shoots without asking and shoots as-is; she doesn’t setup the shot — she just shoots and a few of her shots are legitimately emotive and interesting.

3) She had an absolute blast. This experiment reminded me that photography can be fun even without Instagram and VSCO likes.“

Nichts, wozu es dieses Experiments bedurft hätte.

Der demokratische Kindergarten überträgt Strukturen aus der Erwachsenenwelt auf Kinder. Das geht in eine ähnliche Richtung. Kinder können alles, was auch Erwachsene können; natürlich auf ihre Weise. Ob sie es deswegen auch sollen, ist eine andere Frage. Die Pädagogik scheint das einzige Gebiet, auf dem noch fortwährend experimentiert wird – G8, G9, schreiben nach Gehör usw.. Ich hoffe, noch erleben zu können, wie sich dies später mal auswirkt. Hoffentlich zum Positiven für die Betroffenen.

CATO – ein neues Magazin erblickt das Licht der Welt Das Magazin für neue Sachlichkeit

Ab 8.9.2017 gibt es ein neues Magazin, mit dem Titel CATO, Untertitel „Magazin für neue Sachlichkeit“. Aus der Pressemitteilung:

CATO ist das neue, meinungsbildende Magazin, das für den vergessenen Wert des Bewahrens eintritt. Es erscheint in einer Startauflage von 50.000 Exemplaren und liegt erstmals am 8. September 2017 deutschlandweit am Kiosk. Das Magazin erscheint alle zwei Monate und bietet Orientierung im Hinblick auf Politik, Kultur, Religion, Alltag und Familie. Das Eigene und das Gefühl dafür werden gestärkt. CATO verbindet den Konservatismus mit Genuß und Lebensfreude.

»Deutschland glaubt sich offen, verbietet sich aber die Freude am Bewahren. CATO soll das ändern. Wer die Sturmflut kommen sieht, baut einen Deich oder eine Arche. Wir haben uns für die Arche entschieden, denn an Bord ist immer etwas los«, erklärt CATO-Chefredakteur Andreas Lombard zur Einführung des neuen Magazins.

CATO Cover
Cover Image by CATO

Ich werde es kaufen, bin gespannt, inwieweit es zutrifft: „CATO ist eine Arche für die Stürme von morgen“.

Fluchtpunkt Natur Die Natur als Rückzugsgebiet für Kritiker der Moderne

Vor ein paar Tagen wurde mal wieder der Film „Fahrenheit 451“ im Fernsehen gezeigt. Immer wieder sehenswert, nicht nur im Hinblick auf den Inhalt, sondern auch wegen der fotografischen Umsetzung und insbesondere der Darstellung des ‚Montag‘ durch Oskar Werner.
Am Schluß wird gezeigt, wie Montag die Stadt verläßt und in die Natur, aufs Land, zu den ‚lebenden Büchern‘ flieht. Eine ähnliche Deutung der Natur als Rückzugsgebiet für Kritiker, findet sich auch in anderen SciFi-Geschichten, so z.B. bei Huxley in „Schöne neue Welt“ . Und auch im Film „Blade Runner“ ist die Natur der erträumte Gegensatz zu einer chaotischen, herunter gekommenen Stadt.
Glaubt man den Medien, ist in Deutschland eine Landflucht zu verzeichnen, die Dörfer entvölkern sich und in den Städten wird der Platz knapp. Einige Stadtteile entwickeln sich in Richtung Blade Runner-Zustände. Mal sehen, wann sich das umkehrt.