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HF

Siehe ⇒ Etwas zu HF

Kinder sind kleine Erwachsene? Wie einfach war die Kindheit früher

Ein Vater gibt seiner 3-jährigen Tochter eine DSLR, zeigt ihr den Sucher und sagt ihr lediglich, das sie das, was sie fotografieren will, in der Bildmitte positionieren sollte. Einstellen muss sie nichts, das hat der Vater übernommen. Sie drückt fleissig auf den Auslöser, der Vater überarbeitet die Fotos leicht, stellt sie ins Web und kommt zu folgendem Ergebnis:

„Here’s what I learned:

1) She shoots what she loves. Lots of pictures of her mom, dad and toys… and even three of that white Amazon Echo (if you knew how tight she was with Alexa, it would be no surprise the device made three appearances).

2) She shoots without asking and shoots as-is; she doesn’t setup the shot — she just shoots and a few of her shots are legitimately emotive and interesting.

3) She had an absolute blast. This experiment reminded me that photography can be fun even without Instagram and VSCO likes.“

Nichts, wozu es dieses Experiments bedurft hätte.

Der demokratische Kindergarten überträgt Strukturen aus der Erwachsenenwelt auf Kinder. Das geht in eine ähnliche Richtung. Kinder können alles, was auch Erwachsene können; natürlich auf ihre Weise. Ob sie es deswegen auch sollen, ist eine andere Frage. Die Pädagogik scheint das einzige Gebiet, auf dem noch fortwährend experimentiert wird – G8, G9, schreiben nach Gehör usw.. Ich hoffe, noch erleben zu können, wie sich dies später mal auswirkt. Hoffentlich zum Positiven für die Betroffenen.

Man muß ihr gehorchen Vom Umgang mit der Natur

„Um der Natur befehlen zu können, muß man ihr gehorchen.“
(Sir Francis von Verulam Bacon)

Seit einiger Zeit versuche ich aus einer brachliegenden Wiese, eine Streuobstwiese zu machen. Das Grundstück wurde früher als Kartoffelacker genutzt, was aber Jahrzehnte zurück liegt. Seitdem sich selbst überlassen, haben sich neben Gras und wenigen Wildblumen vor allem Ampfer und die Große Brennessel breit gemacht; auch Disteln und Kletten sind zahlreich vorhanden. Ein besonders schönes Exemplar der Kletten habe ich nicht mit abgemäht, sondern es durfte sich frei entwickeln. Der Boden ist gut, die Klette hat sich prächtig entwickelt.

Klette
Die Klette, fast mannshoch.

Gegen die Große Brennessel und den Ampfer kämpfe ich; nicht weil ich sie nicht mag, sondern weil sie überhand nehmen. Eine mühsame Arbeit; wer sich daran schon einmal versucht hat, kann dies nachempfinden. Auf den „befreiten“ Flächen säe ich Wildblumen aus, um die Wiese unter den Bäumen etwas bunter zu machen und auch, um den Insekten, die die Obstblüten bestäuben, Nahrung zu bieten, sozusagen als Belohnung. Brennesseln, die als Nahrung für Schmetterlingsraupen dienen, sind nach wie vor ausreichend vorhanden. Das wird auch trotz meiner Bemühungen so bleiben. Bei dieser Arbeit ist Demut eine angebrachte Haltung. Da ich auf chemische Bekämpfungsmittel verzichte, werde ich wohl immer nur Teilerfolge erzielen. Ganz brennessel- oder ampferfrei werde ich die Wiese wohl nie bekommen.
Ein Teil des Grundstücks, das mit Brombeeren, Schlehen, Wildrosen zugewuchert war, habe ich entbuscht. Auf diesem Stück habe ich im Frühjahr Wildblumensamen ausgebracht. Die extreme Trockenheit im ersten Halbjahr ließ mich fast verzweifeln, denn weil es dort in der Nähe kein natürliches Wasservorkommen gibt, konnte ich die Aussaat nicht wässern (der Antransport von Wasser ist in Folge erschwerter Zugänglichkeit des Grundstücks mehr als mühsam). Aber seitdem es im Juli und August kräftige Niederschläge gab, hat sich das Ganze gut entwickelt. Ich staune immer wieder, welche Kraft und Ausdauer in den meist immer winzigen Samen steckt. Das gibt Kraft für die weitere Arbeit.
Bunte Wiese
Im Frühjahr entbuscht, grünt und blüht inzwischen die Aussaat.

Sommer, Herbst oder was? Die Jahreszeiten sind auch nicht mehr das, was sie mal waren

Purpurbuche
Blut- oder Purpurbuche im Frühjahrsaustrieb – nicht die Herbstfärbung.

Seit Freitag haben wir den meteorologischen Herbst. Das Klima der letzten Monate ließ den Eindruck entstehen, das in diesem Jahr der Herbst schon am 1.7. begonnen hat.

Die Jahreszeiten unterteilen das Jahr in verschiedene Perioden, die sich durch charakteristische astronomische oder klimatische Eigenschaften auszeichnen. Im alltäglichen Sprachgebrauch sind damit hauptsächlich meteorologisch deutlich voneinander unterscheidbare Jahresabschnitte gemeint; in gemäßigten Breiten sind dies Frühling, Sommer, Herbst und Winter, in den Tropen sind es Trockenzeit und Regenzeit. (Wikipedia)

Vielleicht haben wir aber auch hier schon die tropische Unterscheidung in Trocken- und Regenzeit. Das Niederschlagsdefizit des ersten Halbjahrs wurde bisher noch nicht wettgemacht, auch wenn der Juli und August sehr niederschlagsreich waren und in einigen Regionen gewaltige Regenmengen fielen. Die Vegetation versuchte im zweiten Halbjahr nachzuholen, was im ersten Halbjahr mangels Feuchtigkeit nicht geleistet werden konnte. Meine im letzten Jahr gepflanzten Apfelbäume verzeichneten im Vergleich zum ersten Halbjahr im August das Doppelte an Wachstum; das Augustwachstum ist darüber hinaus deutlich kräftiger und größer im Blatt.
Ich bin gespannt, ob der kühle Sommer nach einem kurzen Herbst in einen kalten Winter übergeht. Hauptsache, es gibt nicht wieder einen so starken Spätfrost im Frühahr, so wie in diesem Jahr. Hier in unserer Region sind fast alle Apfel- und Birnenblüten erfroren. Die Obsternte in diesem Jahr ist schnell erledigt oder fällt ganz aus. Die wenigen Äpfel bleiben für die Vögel auf dem Baum. Der Obstbauer hat einen ruhigen, aber einkommensschwachen Herbst.
Im hoffe, im nächsten Jahr die ersten Früchte von den Apfel- und Birnenbäumen zu bekommen. Hochstämme beginnen ja später in den Ertrag zu kommen, natürlich auch abhängig von der Sorte. Ich bin gespannt; eine Streuobstwiese entfaltet ihren Zauber ja besonders, wenn die Bäume in Blüte stehen.

CATO – ein neues Magazin erblickt das Licht der Welt Das Magazin für neue Sachlichkeit

Ab 8.9.2017 gibt es ein neues Magazin, mit dem Titel CATO, Untertitel „Magazin für neue Sachlichkeit“. Aus der Pressemitteilung:

CATO ist das neue, meinungsbildende Magazin, das für den vergessenen Wert des Bewahrens eintritt. Es erscheint in einer Startauflage von 50.000 Exemplaren und liegt erstmals am 8. September 2017 deutschlandweit am Kiosk. Das Magazin erscheint alle zwei Monate und bietet Orientierung im Hinblick auf Politik, Kultur, Religion, Alltag und Familie. Das Eigene und das Gefühl dafür werden gestärkt. CATO verbindet den Konservatismus mit Genuß und Lebensfreude.

»Deutschland glaubt sich offen, verbietet sich aber die Freude am Bewahren. CATO soll das ändern. Wer die Sturmflut kommen sieht, baut einen Deich oder eine Arche. Wir haben uns für die Arche entschieden, denn an Bord ist immer etwas los«, erklärt CATO-Chefredakteur Andreas Lombard zur Einführung des neuen Magazins.

CATO Cover
Cover Image by CATO

Ich werde es kaufen, bin gespannt, inwieweit es zutrifft: „CATO ist eine Arche für die Stürme von morgen“.