Individualismus und Einsamkeit Oder ist Gemeinschaft doch besser?

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Großbritannien hat jetzt ein Ministerium für Einsamkeit – besser wäre ein Ministerium gegen Einsamkeit oder noch besser, es würde nicht benötigt. Das Ministerium wird nicht etwa geschaffen, um den einsamen Menschen aus altruistischen Gründen zu helfen, sondern: „Einsamkeit ist so gesundheitsschädigend wie das Rauchen von 15 Zigaretten am Tag“. Es geht um Gesundheitskosten. Würden die einsamen Menschen nur einsam sein, aber ansonsten problemlos funktionieren, würde sich niemand um sie sorgen. „Lebe dein Leben“, „Du bist Einzigartig“, „sei du selbst“, „schliesse keine Kompromisse“ und unterschwellig „sei einsam“. „Ich parshippe jetzt“ lautet der Slogan der Vereinsamten; die damit keinen Erfolg haben, können sich selbst heiraten. Noch besser wäre eine Persönlichkeitsspaltung, denn dann ist man nie allein.

Ganz Verwegene sollen es mit Gemeinschaft probiert haben, haben Familie, Freunde. Sie nehmen die damit verbundenen Nachteile: Sich auch mal nach anderen richten; die ziellose Reise zur Selbstverwirklichung abbrechen; Kompromisse schliessen … in Kauf. Der Mensch ist ein Herdentier, auch wenn dies nicht gern gehört wird. Daran muss ich immer dann denken, wenn mir mal wieder Herden von Individualisten begegnen.