Unverhofftes Zusammentreffen 5 Speierlingsbäume auf wenigen Metern

Gestern, an einem schönen Herbsttag, auf einem längeren Spaziergang, vor uns auf dem Weg zahlreiche Früchte; auf den ersten Blick dachte ich an Wildbirnen, aber der Blick auf den Baum und die Blätter revidierte die Einschätzung schnell, den die Blätter passten nicht zu einem Birnenbaum. Sie sahen eher nach einem Vogelbeerbaum, einer Eberesche, aus, aber dazu passten die Früchte nicht, mit denen die Bäume dicht behangen waren. Es konnten also nur Speierlinge sein, und gleich 5 in einer Reihe. Darauf war ich nicht vorbereitet, denn bei Wikipedia steht folgendes:

„Als Wildgehölz ist der Speierling eine der seltensten Baumarten in Deutschland und wurde hier wegen seines rückläufigen Bestandes 1993 zum Baum des Jahres gewählt.“

Diese 5 Bäume sind wohl eine Pflanzung, um die sich anscheinend aber niemand mehr kümmert, denn die Früchte lagen am Boden und waren großteils schon verdorben.
Die Früchte riechen birnen-/apfelähnlich (sehen auch aus wie Miniaturausgaben von Birnen/Äpfeln), sind 2-4cm groß, herb und wahrscheinlich schwer zu pflücken, denn sie hängen hoch an dünnen Ästen. Man müßte also Leitern mit Stützen haben, da die Leitern in den Ästen keinen Halt finden. Deshalb ist es so, dass die reifen Früchte nach dem Herabfallen vom Boden aufgesammelt werden.

Die folgenden Fotos sind leider etwas unscharf, da es bei den Aufnahmen windig war und die Äste zeitweise stark hin- und hergewedelt wurden, geben aber die Eigenheiten des Baumes und der Früchte ganz gut wieder.

Mal abgesehen vom schönen Herbstwetter, war diese Begegnung mit diesem so seltenen Baum allein den Spaziergang wert.

Aus deutschen Landen Alles nicht so einfach

Gott und Deutschland

Neulich war ich mal wieder ein paar Tage unterwegs, in der Heimat und nahe der Heimat. Und da habe ich den Spruch an einem Haus gesehen. Das Haus ist so ca. 120 bis 140 Jahre alt. Damals wurden Häuser noch mit Jahreszahlen und/oder Sprüchen versehen. Das Haus steht auf dem Gebiet der ehemaligen DDR, der Spruch hat diese Zeit erstaunlicherweise unbeschadet überstanden. Gäbe es diese Art der Häuserdekoration noch – was würden wir an heutigen Neubauten zu lesen bekommen? Ist der Spruch chauvinistisch, rassistisch, frauenfeindlich, … ?

In einem anderen Ort schmückt sich ein Haus mit dieser Tafel:

Goethe war hier

Auch diese Sitte (oder Unsitte?) gibt es nicht mehr – mangels entsprechender Geistesgrößen oder weil sich heute niemand damit schmücken will, das eine unserer gegenwärtigen Geistesgrößen in seinem Haus übernachtet hat?

Müsste diese Tafel nicht auch entfernt werden, denn Goethe hat durchaus auch Töne wie diese angeschlagen:
„Niemand bedenkt leicht, daß uns Vernunft und ein tapferes Wollen gegeben sind, damit wir uns nicht allein vom Bösen, sondern auch vom Übermaß des Guten zurückhalten.“
Vielleicht ereilt Goethe aber auch noch das gleiche Schicksal wie Luther und Bach, denen man Antisemitismus „nachgewiesen“ hat. Was wäre das für eine Schlagzeile im nächsten Goethejahr: „Deutscher Dichterfürst wird von brauner Vergangenheit eingeholt.“

Heimat ist wieder politisch korrekt Welcher Begriff ist als nächster dran?

Vor kurzem die SPD, nun die Grünen in Person von Frau Göhring-Eckardt und Herrn Habeck. Sie wollen den „Begriff Heimat nicht der AfD überlassen“ (Herr Habeck reklamiert auch schnell noch „Deutschland“ und „Patriotismus“ für die Grünen – war „Deutschland“ bisher politisch inkorrekt?).
Das liest sich so, als ob sich Kinder um ein Spielzeug balgen – sie (die Grünen) können zwar nichts damit anfangen, aber ehe es das andere Kind (die AfD) bekommt, reissen sie es an sich.
Ist nun „Heimat“ politisch korrekt oder immer noch rückwärts gewandt und reaktionär? Darf man ab sofort, ohne einen Shitstorm zu provozieren, z.B. schreiben: „Deutschland ist meine patriotische Heimat?“.
Mal sehen, was uns der Wahlausgang vom 24. September noch so beschert (mir kommt es so vor, als wäre die Wahl am Tag der Bescherung, dem 24. Dezember, gewesen). Bekommen die Grünen vielleicht in der Jamaika-Koalition das „Heimatschutzministerium“?

Da fällt mir noch diese Sentenz von Nicolás Gómez Dávila ein:
„Die Demokratie kennt keinen Unterschied zwischen Wahrheiten und Irrtümern; sie unterscheidet nur populäre Meinungen von unpopulären Meinungen.“

P.S.: Da fällt mir gerade ein – heute ist der 7. Oktober – Der Tag der Republik, auch Nationalfeiertag der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), war der Staatsfeiertag der DDR und wurde von 1950 bis 1989 am 7. Oktober begangen.